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Illettrismus

Leichte Sprache

Illettrismus steht für Lese- und Schreibschwäche bei Erwachsenen. Die Ausstellung in der Südhalle der Bibliothek Hauptpost zeigt die Ursachen des Phänomens, aber auch Angebote, wie Betroffene ihr Defizit überwinden können.


Bibliothek Hauptpost
Montag, 07.09.2020, 00:00 bis Samstag, 26.09.2020, 00:00

Illettrismus betrifft in der Schweiz 16% der deutschsprechenden Erwachsenen zwischen 17 und 65 Jahren. Sie alle haben die obligatorische Schulzeit durchlaufen, haben aber grosse Mühle mit der Rechtschreibung und dem Verstehen von Texten. Diese Menschen schämen sich und fühlen sich oft minderwertig. Durch ihre Lese- und Schreibschwäche ist ihr berufliches und soziales Leben oft eingeschränkt.

Die Ausstellung in der Bibliothek Hauptpost möchte für das Thema Illettrismus sensibilisieren. Interessierte finden hier Informationsmaterial, Fachbücher und Bücher in Einfacher Sprache. 

In der Ostschweiz engagiert sich Brigitte Locher-Kormann für das Thema. Sie gibt am Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg Kurse für Erwachsene. Kontakt: Brigitte Locher-Kormann / 071 311 55 88 / locherbrigitte@bluewin.ch.

Begriffserklärungen:
Analphabetismus betrifft Leute, die nie zur Schule gegangen sind und deshalb Lesen und Schreiben nicht oder kaum beherrschen.

Unterschied Leichte Sprache und Einfache Sprache:
Eine klare Abgrenzung zwischen Leichter und Einfacher Sprache gibt es nicht. Tendenziell wird die Leichte Sprache für Menschen mit Einschränkungen verwendet. Sie zeichnet sich durch kurze Sätze, grosse Schrift, grössere Zeilenabstände, Erklärungen und Bilder aus.

Die Einfache Sprache ist einfacher als die Standardsprache und schwieriger als Leichte Sprache. Sie richtet sich an Menschen, die Mühe haben, komplexere Texte zu verstehen, also ungeübte, ältere und fremdsprachige Leserinnen und Leser.

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